Nachdenken über Christa T./Störfall

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Nachdenken über Christa

Datum / Zeit
02.06.2018
19:30 - 21:45

Veranstaltungsort
Staatstheater, E-Werk

Kategorien


Schauspiel / In seiner zweiten Arbeit am Mecklenburgischen Staatstheater setzt Patrick Wengenroth sich mit dem Werk Christa Wolfs auseinander. Er verbindet zwei ihrer Texte, „Störfall“ und „Nachdenken über Christa T.“ und versucht gemeinsam mit sechs Schauspielerinnen und Schauspielern des Ensembles sowie dem Musiker Matze Kloppe eine theatrale Annäherung an die Gedankenwelt einer der bedeutendsten deutschen Autorinnen. So entsteht ein vielstimmiger Theaterabend über das Erinnern und Vergessen, über Angst, unbeantwortete Fragen und die Sehnsucht nach Autonomie, über das Sterben – und die Frage, wie wir leben wollen.
1968: Die Erzählerin denkt nach über Christa T., die vor der Zeit auf einem Dorffriedhof in Mecklenburg begrabene Freundin, über die gemeinsame Geschichte in unruhiger Zeit, das Utopische und das Tatsächliche im Politischen wie im Privaten. Kann man im Nachdenken über ein Leben dieses vor dem Vergessen bewahren?
1986: Während fernab in der Stadt der Bruder der Erzählerin am Gehirn operiert wird, kommt in einem kleinen Dorf in Mecklenburg die Nachricht aus Tschernobyl an. Aber was ist an diesem Tag noch geschehen? Und wie wird man sich an ihn erinnern?
Regisseur und Schauspieler Patrick Wengenroth inszeniert u. a. an der Berliner Schaubühne und am Hebbel am Ufer/HAU. Zudem produzierte er zusammen mit Deutschlandradio Kultur diverse Hörspiele und stand als Kritiker für den ZDF-Kulturpalast vor der Kamera. Er ist seit 2017 künstlerischer Leiter des Augsburger Brechtfestivals. Seine viel beachtete Schweriner Uraufführung von Marion Braschs Roman „Ab jetzt ist Ruhe“ wurde von den Kritikern von Deutschlandradio Kultur unter die zehn herausragendsten Inszenierungen 2016 gewählt.

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